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Fachinformation zu Asacol® Klysmen:Sanofi-Aventis (Suisse) SA
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Pharmakokinetik

Absorption
In Form von magensaftresistenten Filmtabletten eingenommen, wird Mesalazin (Asacol) bei oraler Verabreichung im terminalen Ileum und im Kolon freigesetzt; bei rektaler Verabreichung im distalen Kolon und im Rektum.
Es wird nur ein geringer Teil der aktiven Substanz resorbiert.
Oral verabreichtes Mesalazin, in Form von Filmtabletten (Asacol), wird zu ca. 20% (14% bis 31%) resorbiert und innert 24 Stunden im Urin ausgeschieden, der Rest bleibt für eine topische Wirkung verfügbar, um dann in den Fäzes ausgeschieden zu werden. Bei Applikation einer oralen Einzeldosis von 2400 mg (= 6 Asacol-Filmtabletten zu 400 mg) erreicht Mesalazin nach 6 Stunden einen Plasmapeak von 1,3 µg/ml. Sein Metabolit N-Acetyl-5-Aminosalicylsäure ist dann in einer Konzentration von 2,3 µg/ml vorhanden.
Im Falle einer rektalen Applikation von Mesalazin werden ca. 15% (zwischen 5% und 35%) der verabreichten Dosis resorbiert. Bei Patienten, die während 10 Tagen täglich 1 g Mesalazin pro recto erhielten, wurde für Mesalazin ein Steady-state-Blutspiegel von 0,29 µg/ml und für N-Acetyl-5-Aminosalicylsäure (Metabolit) ein Wert von 0,7 µg/ml gemessen.
Distribution
Die Verteilung von Mesalazin im menschlichen Körper ist nicht vollständig geklärt. Mesalazin wird beim Tier im Anschluss an eine orale Applikation oder i.v. und beim Menschen nach oraler Abgabe hauptsächlich im Urin ausgeschieden. Verabreicht man einem Erwachsenen rektal eine Mesalazin-Suspension, findet ein Übergang der Substanz vom Rectum in den Kolon statt. Mit Hilfe der Szintigraphie geführte Studien haben ergeben, dass Mesalazin Suppositorien im Rectum und teilweise im rektosigmoiden Bereich des distalen Kolons (20 cm vom Anus) verteilt werden. Das scheinbare Verteilungsvolumen (Vd) von Mesalazin beim Erwachsenen beträgt ungefähr 0,2 l/kg.
In vitro bindet sich Mesalazin zu 42% und sein acetylierter Metabolit zu 78% an Plasmaproteine.
Bei oraler Verabreichung von Mesalazin oder Sulfasalazin (einer Vorstufe von Mesalazin) passieren sowohl Mesalazin als auch N-Acetyl-5-Aminosalicylsäure die Plazentaschranke. Allerdings sind die Mesalazin-Konzentrationen in der Nabelschnur und im Fruchtwasser sehr gering. Ob Mesalazin die Plazentaschranke im Anschluss an eine rektale Applikation ebenfalls passiert, ist nicht bekannt.
Nach Verabreichung von Sulfasalazin wurden von Mesalazin geringe Konzentrationen und von seinem acetylierten Metaboliten höhere Konzentrationen in der Muttermilch gemessen.
Metabolismus
Die resorbierte Fraktion wird in der Darmschleimhaut und in der Leber rasch zu Acetyl-metamino-salicylsäure (N-Acetyl-5-Aminosalicylsäure) biotransformiert.
Elimination
Die Eliminationshalbwertszeit (t½) von Mesalazin und seinem Hauptmetaboliten N-Acetyl-5-Aminosalicylsäure beträgt - bei oraler oder rektaler Verabreichung - im Falle von Mesalazin 0,5-1,5 Std., im Falle seines Metaboliten 5-10 Std.
Im Anschluss an eine orale Applikation werden ca. 20% der verabreichten Dosis im Urin ausgeschieden, und zwar hauptsächlich in Form von N-Acetyl-5-Aminosalicylsäure.
Bei rektaler Verabreichung von Mesalazin werden der Wirkstoff selbst und sein Metabolit N-Acetyl-5-Aminosalicylsäure in erster Linie in den Fäzes ausgeschieden. Der resorbierte acetylierte Metabolit wird rasch von den Nieren eliminiert und im Urin ausgeschieden (90% in 24 Std.). Die nichtresorbierte Fraktion, welche den grössten Teil der aktiven Substanz ausmacht, wird im Stuhl ausgeschieden. Über die renale Clearance von Mesalazin liegen keine Daten vor. Bei oraler Verabreichung von Mesalazin an Patienten mit gutem Gesundheitszustand beträgt die scheinbare renale Clearance von N-Acetyl-5-Aminosalicylsaeure ca. 2,8 bis 4,3 ml/min. pro kg (Bandbreite: 1 bis 6,5 ml/min. pro kg). Die renale Clearance dieses Metaboliten kann im Falle von Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn herabgesetzt sein.

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